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Margrit Lincks künstlerisches Werk im Dialog mit Arbeiten von Selina Baumann, Karin Lehmann und Irene Schubiger

10. März bis 12. Mai 2019

Vernissage: Sa, 9. März, 18.30 Uhr

Margrit Lincks Name ist heute untrennbar mit ihrer von ästhetischer Zeitlosigkeit geprägten Gebrauchskeramik verknüpft. Die formschönen, weiss glänzenden Vasen und Schalen, aber auch die mit sicherer Hand bemalten Gefässe aus früheren Schaffensphasen sind begehrte Sammlerstücke und zählen zum Besten, was das Schweizer Kunsthandwerk im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat.

Wenig bekannt sind jedoch die aus demselben Material gefertigten Plastiken, welche parallel zur kunsthandwerklichen Tätigkeit entstanden und in Herangehensweise wie Gestaltung einzigartig sind. Sie bezeugen, dass Margrit Linck (1897–1983) nicht nur eine herausragende Keramikerin, sondern auch eine begnadete Künstlerin war.

Mit der Ausstellung «Linck. Reloaded» rücken wir Margrit Lincks freies künstlerisches Schaffen in den Fokus und laden drei Künstlerinnen ein, mit eigenen Werken in einen Dialog mit den Skulpturen und Zeichnungen aus dem von Regula Linck betreuten Nachlass zu treten. Denn alle drei setzen sich mit den spezifischen Eigenschaften der Keramik auseinander und sind in unterschiedlicher Weise mit dem Schaffen Lincks vertraut.

Selina Baumann (*1988) bedient sich mit ihren aufwändigen figurativen Tonplastiken, die in mehreren Arbeitsschritten aufgebaut werden, eines ausdruckvollen Formenvokabulars, das aus dem Bildgedächtnis unserer Zivilisation schöpft.

Karin Lehmann (*1981) interessiert sich für den Arbeitsprozess, der die endgültige Form ihrer Objekte, Skulpturen und Installationen mitbestimmt, und setzt den Fokus auf einen Umgang auf ‹Augenhöhe› mit dem Ausgangsmaterial.

Irene Schubiger (*1948) nutzt den Werkstoff Ton kaum und fertigt ihre Skulpturen aus Gips, Plastik und anderen Materialien. Dies geschieht jedoch in einer Formensprache, die auf eine tiefe Verwandtschaft mit dem Schaffen Margrit Lincks schliessen lässt.

Mit dem Projekt «Linck. Reloaded», das auch eine Publikation beinhaltet, soll zudem die Keramik als Werkstoff in der Kunst einer Neubefragung unterzogen und auf ihre Aktualität hin untersucht werden. Damit leistet das Projekt auch einen Beitrag zur Reflexion der Beziehung von Kunst und Handwerk im 20. und 21. Jahrhundert.

https://www.kunstmuseumolten.ch/